Das beliebteste Kartenspiel Italiens: kein Trumpf, immer Farbzwang, und gewinnen wird, wer die Karten am besten zählt. Zu zweit mit Nachziehen oder zu viert in Paaren.
Ziel: Als Erster die gewählte Punktzahl (21, 31 oder 41) erreichen, indem man mit seinen Stichen die wertvollsten Karten und den letzten Stich gewinnt.
Gespielt wird mit dem italienischen Blatt aus 40 Karten in vier Farben: Denari (Münzen), Coppe (Kelche), Spade (Schwerter) und Bastoni (Stäbe). Jede Farbe hat ein Ass, die Zahlen 2 bis 7, den Fante (Bube), den Cavallo (Pferd) und den Re (König). Es gibt keinen Trumpf: Es zählen nur die Farbe der ersten ausgespielten Karte und die Stärke der Karten.
Von der stärksten zur schwächsten: Drei, Zwei, Ass, König, Pferd, Bube, 7, 6, 5, 4. Stärke und Wert sind zweierlei: Das Ass ist die wertvollste Karte (1 Punkt), wird aber von Drei und Zwei geschlagen; Drei, Zwei, König, Pferd und Bube zählen je ein Drittel Punkt; 7, 6, 5 und 4 sind wertlos („Luschen“).
Jeder Spieler erhält 10 Karten. Der Spieler nach dem Geber spielt zum ersten Stich eine beliebige Karte aus; ihre Farbe ist die angespielte Farbe.
Die anderen Spieler folgen der Reihe nach und müssen Farbe bedienen, wenn sie können. Wer die Farbe nicht hat, darf eine beliebige Karte abwerfen, kann den Stich dann aber nicht gewinnen.
Den Stich gewinnt die höchste Karte der angespielten Farbe; ihr Spieler spielt zum nächsten Stich aus. Nach jeder Runde geht das Geben (und damit das Ausspielen) an den nächsten Spieler.
Zu zweit bilden die 20 nicht ausgeteilten Karten den Talon. Nach jedem Stich zieht zuerst der Stichgewinner, dann der andere, und jeder zeigt dem Gegner die gezogene Karte; so kennen beide alle gezogenen Karten.
Farbzwang gilt immer, auch solange noch Karten im Talon liegen. Ist der Talon aufgebraucht, werden die letzten zehn Stiche mit den Handkarten gespielt: Ab da sind alle Karten bekannt, und jeder Zug lässt sich berechnen.
Man spielt in Paaren: Die Partner sitzen sich gegenüber. Es wird nicht gezogen: Jeder spielt seine 10 Karten in 10 Stichen aus, und der Stich geht an das Paar des Spielers mit der höchsten Karte.
Partner dürfen sich nicht verständigen: In dieser Fassung gibt es keine Zeichen (wie „busso“, „striscio“ oder „volo“).
Am Ende der Runde zählt jede Seite (jeder Spieler bzw. jedes Paar) die gewonnenen Karten: Das Ass zählt 3 Drittel, Drei, Zwei, König, Pferd und Bube je 1 Drittel. Die Drittel werden addiert, der Bruchteil entfällt: 13 Drittel ergeben 4 Punkte.
Wer den letzten Stich gewinnt, erhält 1 Punkt extra. Jede Runde bringt insgesamt 11 Punkte.
Es wird Runde um Runde bis zur gewählten Punktzahl gespielt: 21 Punkte (der Klassiker), 31 oder 41. Geprüft wird am Ende jeder Runde: Hat mindestens eine Seite das Ziel erreicht, gewinnt die Seite mit den meisten Punkten. Bei Gleichstand wird eine weitere Runde gespielt.
Mit dieser Option erhält, wer Drei, Zwei und Ass derselben Farbe auf der Hand hat (eine „Napoletana“), sofort 3 Punkte für jede vollständige Farbe.
Die Ansage erfolgt automatisch: Sie geschieht, wenn der Spieler seine erste Karte der Runde ausspielt; zu zweit auch dann, wenn eine gezogene Karte eine Napoletana vervollständigt. Die drei angesagten Karten sind allen bekannt, bis sie gespielt werden.
Zähle die ausgespielten Karten: Sind Drei und Zwei einer Farbe gefallen, ist dein Ass dieser Farbe sicher. Spiele kein Ass aus, solange Drei oder Zwei noch draußen sind.
Kannst du den Stich nicht gewinnen, wirf Luschen ab und verschenke keine Punkte; gewinnt dein Partner, „schmiere“ Asse und Bilder auf seinen Stich. Der letzte Stich zählt einen Punkt: Behalte eine starke Karte für das Ende.