Der deutsche Kartenklassiker: Lege eine Karte mit gleicher Farbe oder gleichem Wert wie die oberste Karte und werde als Erster alle Karten los. Die Sieben lässt ziehen, die Acht setzt aus, die Neun dreht die Spielrichtung um, und der Bube ist ein Joker, mit dem du dir eine Farbe wünschst. Schnell, unterhaltsam und ideal für die ganze Familie.
Ziel: Als Erster alle Karten aus der Hand loswerden.
Gespielt wird mit 32 Karten (7 bis Ass) zu zweit bis zu fünft. Jeder erhält 5 verdeckte Karten. Die nächste Karte wird aufgedeckt und eröffnet den Ablagestapel; die übrigen Karten bilden den Nachziehstapel.
Ist die aufgedeckte Karte eine Sonderkarte (7, 8, 9, Bube oder Ass), gilt ihre Wirkung nicht. Der erste Spieler beginnt, gespielt wird im Uhrzeigersinn.
Du musst eine Karte mit gleicher Farbe oder gleichem Wert wie die oberste Karte des Ablagestapels spielen (auf die Herz-Acht passen zum Beispiel alle Herzkarten und alle Achten). Wer spielen kann, muss auch spielen.
Hast du keine passende Karte, ziehst du eine Karte vom Stapel: Passt sie, darfst du sie sofort ablegen oder behalten; passt sie nicht, ist der nächste Spieler dran. Ist der Nachziehstapel leer, wird der Ablagestapel (ohne die oberste Karte) gemischt und bildet einen neuen Stapel.
Sieben: Der nächste Spieler muss zwei Karten ziehen und aussetzen. Er kann aber mit einer eigenen Sieben (egal welcher Farbe) kontern: Dann addieren sich die Strafkarten (4, dann 6, dann 8 …) und die Strafe wandert weiter. Wer nicht kontern kann oder will, zieht alle fälligen Karten und setzt aus. Solange eine Strafe offen ist, darf nur eine Sieben gespielt werden.
Acht: Der nächste Spieler setzt aus. Zu zweit bist du gleich noch einmal dran.
Neun: Die Spielrichtung kehrt sich um. Zu zweit wirkt sie wie Aussetzen: Du bist gleich noch einmal dran.
Bube: Der Joker. Er darf auf jede Karte gelegt werden, und wer ihn spielt, wünscht sich die Farbe, die die anderen bedienen müssen.
Ass: eine normale Karte (mit der passenden Option muss der Nächste wie bei der Acht aussetzen).
Bleibt dir nur noch eine Karte, meldet das Spiel für dich automatisch „Mau!“. Du musst nichts sagen und musst keine Strafe fürchten. Wer die letzte Karte ablegt, gewinnt mit „Mau-Mau!“.
Es gewinnt, wer als Erster seine letzte Karte ablegt; eine Wirkung dieser Karte zählt nicht mehr. Die anderen werden nach der Zahl der Restkarten gereiht (je weniger, desto besser), bei Gleichstand nach den Punkten dieser Karten: Ass 11, Zehn 10, König 4, Dame 3, Bube 2; Neun, Acht und Sieben zählen ihren Wert.
Kommt das Spiel zum Stillstand (niemand kann mehr legen oder ziehen) oder dauert es zu lange, endet es trotzdem mit derselben Wertung.
Ass: normal oder „Aussetzen“ (der nächste Spieler setzt aus, wie bei der Acht).
Strafe der Sieben: Normalerweise setzt aus, wer die Karten zieht; bei „Ziehen und dann spielen“ ist er nach dem Ziehen sofort ganz normal am Zug.
Kein Bube auf Bube: Ein Bube darf nicht auf einen anderen Buben gelegt werden („Bube auf Bube stinkt“); der Farbwunsch bleibt gültig.
Nicht mit dem Buben gewinnen: Ist deine letzte Karte ein Bube, darfst du ihn spielen, gewinnst damit aber nicht; du ziehst eine Strafkarte, und das Spiel geht mit der von dir gewünschten Farbe weiter.
Der Bube ist deine beste Waffe: Heb ihn dir für schwierige Momente auf oder um die Farbe deiner letzten Karte zu wünschen. Achte auf die Farben: Zieht ein Gegner eine Karte, hat er die verlangte Farbe nicht. Und eine Sieben auf der Hand ist auch ein Schutzschild gegen die Sieben der anderen.